Addenda et Corrigenda

10. Januar 2008
Ergänzung zu Kapitel 4.1.2 (Notationsübersicht)
In meinem Artikel "Neue Zeugnisse der frühen Liniennotation aus den Klöstern St. Ulrich & Afra Augsburg und Aldersbach" (BzG 44, S. 127-144) finden sich weitere Daten zur frühen Liniennotation. weiter

1. April 2008
Auf dem Cover der Daten-CD hat sich ein Fehler eingeschlichen. Es muß natürlich Augsburg und nicht Ausgburg heißen.

2. Mai 2008
Ergänzung zu Kapitel 9.2 (Visitatio sepulchri)
In den Ergänzungsbänden zu LIPPHARDT (Osterfeiern) finden sich weitere Feiern aus St. Ulrich und Afra. Für die Depositio bzw. Elevatio Crucis et Hostiae (Augsburg 8b bis 8e): Breviarium As. 2° 543 fol., s15; Prozessionarium As. 8° 24, 1554; Prozessionarium As. 4° 156, 1572; Prozessio-narium As. 4° 157, 1582.
Im Breviarium As. 4° 62 (1431) ist eine sehr umfangreiche (nicht notierte) Visitatio sepulchri enthalten. Sie wurde bei LIPPHARDT zum ersten mal erwähnt und gedruckt. weiter

20. Mai 2008
Neue Handschrift aus St. Ulrich & Afra in der Klosterbibliothek in Melk:
Cod. 1439, Psalterium und Kalendarium, um 1200. Beschreibung + Kalendarium + Abbildungen

4. Juni 2008
In der Musikabteilung der Österreichischen Nationalbibliothek Wien befindet sich ein weiteres, bisher unbekanntes Antiphonarium aus St. Ulrich & Afra Augsburg. Es enthält die Sonderoffizien für die hll. Afra, Ulrich und Simpert. weiter

11. Juni 2008
Ergänzung zu Kapitel 5.3 (Sonderoffizien):
Ein Kurzantiphonarium der Augsburger Domkirche (Wolfenbüttel Cod. Guelf. 1.5.1 , vgl. Quellenübersicht) enthält Gesänge aus dem Ulrichsoffizium Bernos von der Reichenau (erste Vesper) und aus dem Offizium Udalschalks (Nocturnen bis 2. Vesper).

12. Juni 2008
Zur Provenienz des Plenarmissales Stockholm A139 (Kapitel 8.1)
Für die udalrikanische Provenienz des Missales spricht der Umstand, dass der Augsburger Konvent unter dem Abbatiat Eginos nach Thierhaupten ins Exil fliehen musste. Der exkommunizierte Augsburger Bischof Hermann (1096-1131) ließ 1118 das Kloster besetzen und die Mönche vertreiben (vgl. Liebhart, Wilhelm: St. Ulrich und Afra zu Augsburg. Studien zu Besitz und Herrschaft (1006-1803), München 1982, S. 26f.). Bei diesem "Umzug" könnte das Missale nach Thierhaupten gekommen und dort auch verblieben sein.

17. August 2009
Literatur zur Domliturgie:DÜRIG, Walter: Zur Geschichte der Augsburger Domliturgie im Mittelalter,in: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte 22 (1988), S. 32-46.

20. September 2011
Die Quelle Farfa 22, ein Nocturnale ohne Notation, wurde zwar in der Bibliothek des Klosters Farfa aufbewahrt. Geschrieben und in Gebrauch war diese allerdings im Kloster Oberburg (Gornji Grad), ehemals Südsteiermark, heute Slowenien.

20. September 2011
Neue Erkenntnisse zur Genese des "Melker Reformchorales" finden sich in meinem Aufsatz "Repertoiregewinnung im Zuge der Reform von Subiaco-Melk" (in: Rausch, Alexander und Tammen, Björn (Hg.): Prozesse und Praktiken der Aneignung musikalischer Repertoires in Zentraleuropa, ca. 1420-1450, Wien 2012).

03. November 2011
Bisher unbekanntes notiertes Brevier/ Missale der Augsburger Domkirche (GN): Stift Göttweig Cod. 440 (230), Ende des 15. Jahrhunderts, aufwändige Augsburger Buchmalerei.